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Reporter ohne Grenzen informiert:

Pressefreiheit im Dezember

Pressefreiheit im Dezember 2017Pressefreiheit im Dezember 2017
Liebe Freundinnen und Freunde der Pressefreiheit,

am Dienstag haben wir unsere Jahresbilanz der Pressefreiheit veröffentlicht, in der wir Mexiko noch als zweitgefährlichstes Land weltweit für Journalisten eingestuft haben. In dem mittelamerikanischen Land wurde 2017 nur ein Journalist weniger getötet als in Syrien. Kurz nach der Veröffentlichung wurde nun Gumaro Pérez Aguilando in der mexikanischen Stadt Acayucan im Bundestaat Veracruz ermordet. In Mexiko ist Veracruz die gefährlichste Region für Journalisten: Aufgrund der geografischen Lage – zwischen der Hauptstadt Mexiko-Stadt und dem Golf von Mexiko – verfügt sie über den wichtigsten Hafen des Landes und ist dadurch ein bedeutender Umschlagplatz für die Geschäfte des organisierten Verbrechens, insbesondere für den Drogenhandel. Journalisten, die zur organisierten Kriminalität recherchieren, leben deshalb besonders gefährlich, wie wir bereits im Frühjahr in einem ausführlichen Länderbericht beschrieben haben.

Mitte November war ich für Reporter ohne Grenzen eine Woche lang in Mexiko. Ich habe dort viele mutige Journalisten getroffen, die trotz der permanenten Drohungen und obwohl die staatlichen Schutzprogramme für Journalisten in dem Land nicht funktionieren. Sie versuchen unter widrigen Umständen, Pressefreiheit täglich zu leben. Gleichzeitig verändert sich auch die Arbeit von Reporter ohne Grenzen in Mexiko. Konnten wir in der Vergangenheit relativ einfach bedrohte mexikanische Journalisten dabei unterstützen, zum Durchatmen für einen gewissen Zeitraum Schutz im Nachbarland USA zu suchen, fällt dies seit dem Amtsantritt von Donald Trump schwerer, wie auch der Fall von Martin Méndez Pineda zeigt: Anfang Februar bat er an der US-Grenze um politisches Asyl und wurde sofort festgenommen. In seinem Heimatstaat Guerrero hatte er nach einem Bericht über Polizeigewalt Drohungen erhalten. Als die US-Behörden ihm nach 100 Tagen immer noch die Freilassung verweigerten, zog er seinen Asylantrag zurück und kehrte trotz der Gefahr für sein Leben nach Mexiko zurück.

Wenn die USA als kurzfristiger Zufluchtsort für bedrohte Journalistinnen und Journalisten aus Mexiko wegfallen, kommt auf Europa und auf Deutschland mehr Verantwortung zu. Bitte unterstützen Sie Reporter ohne Grenzen mit Ihrer Spende, damit wir bedrohten Kolleginnen und Kollegen aus Mexiko und anderen Ländern helfen können, Schutz zu finden.

Ich wünsche Ihnen schon heute alles Gute für das neue Jahr!

Mit freundlichen Grüßen

Ihr
Christian Mihr
Geschäftsführer

 

29.12.20729.12.207

 

Reporter ohne Grenzen e.V.
    
Mitteilung vom 21. Dezember 2017: Bitte helfen Sie Journalisten in Not

Liebe Freundinnen und Freunde der Pressefreiheit,

kurz vor Weihnachten gibt es gute Nachrichten aus der Türkei. Die Journalistin Mesale Tolu wurde am 18. Dezember in Istanbul aus der Untersuchungshaft entlassen.

Wir haben uns zusammen mit unseren Mitgliedern und Förderern für sie eingesetzt. Unser herzlicher Dank geht an alle, die diesen Einsatz unterstützt haben.

Mesale Tolu ist aber nicht freigesprochen. Sie darf die Türkei nicht verlassen und muss strenge Auflagen einhalten. Ihr wird Terrorpropaganda und Mitgliedschaft in einer Terrororganisation vorgeworfen. Solange die türkische Justiz diese Anschuldigungen gegen Tolu nicht fallen lässt, bleibt sie eine politische Geisel. Deshalb fordern wir einen Freispruch und setzen uns weiterhin für Tolu ein.

Neben prominenten Fällen wie dem von Mesale Tolu, engagieren wir uns auch für Journalistinnen und Journalisten in Ländern, die kaum in der Öffentlichkeit stehen. Zum Beispiel für die Bloggerin Shammi Haque aus Bangladesch. Die heute 24-Jährige kämpfte in ihrer Heimat für Frauenrechte und kritisierte zusammen mit anderen Bloggern religiösen Fundamentalismus. Schnell geriet sie ins Visier islamischer Extremisten und wurde massiv bedroht. Nachdem mehrere Blogger-Kollegen aus ihrem Umfeld brutal ermordet wurden und sich ihr Name auf einer Todesliste von Extremisten fand, flüchtete sie 2015 nach Deutschland. Wir haben Shammi Haque bei ihrem Asylverfahren unterstützt und halfen ihr dabei, in Deutschland Fuß zu fassen. Wir freuen uns sehr, dass sie inzwischen einen der begehrten Plätze an einer deutschen Journalistenschule erhalten hat und ihre Ausbildung im kommenden Jahr beginnen wird.

Bitte spenden Sie jetzt, damit wir Medienschaffende wie Mesale Tolu und Shammi Haque in Notsituationen unterstützen können. Jeder Beitrag – ob groß oder klein – ist eine wichtige Hilfe. Herzlichen Dank.

Im Namen des ROG-Teams wünsche ich Ihnen friedliche Feiertage.

Mit den besten Grüßen

Katja Gloger
Vorstandssprecherin


DZI-SpendensiegelDZI-Spendensiegel

 

Unterstützen Sie unseren Einsatz für die Pressefreiheit weltweit! Spendenkonto: IBAN: DE26100900005667777080, BIC: BEVODEBB, Berliner Volksbank

    
Reporter ohne Grenzen e.V

21.12.201721.12.2017

 

 

 

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Reporter ohne Grenzen informiert:

Pressefreiheit im November
Liebe Freundinnen und Freunde der Pressefreiheit,
Barometer Pressefreiheit November 2017Barometer Pressefreiheit November 2017
ein turbulentes Jahr für die Presse- und Informationsfreiheit weltweit neigt sich dem Ende zu. Es begann mit der Amtseinführung Donald Trumps zum US-Präsidenten. Trumps beinahe tägliche Verbalattacken gegen kritische Medien halten bis heute unvermindert an. Nach wie vor besorgniserregend ist die Situation in Syrien, Afghanistan und auch Mexiko, wo Journalisten allzu oft Ziele tödlicher Gewalt sind. In der Türkei sitzen noch immer mehr als 150 Journalistinnen und Journalisten im Gefängnis, darunter auch zwei Deutsche.

Doch vor Übergriffen auf Medienschaffende sind wir offensichtlich selbst in der Europäischen Union nicht sicher. Dies hat vor wenigen Wochen auf brutale Weise der Mordanschlag auf die maltesische Journalistin Daphne Caruana Galizia gezeigt. Wir haben deshalb eine Kampagne gestartet, mit der wir die Regierung von Malta zur lückenlosen Aufklärung dieses Verbrechens auffordern. Wir freuen uns, wenn auch Sie unsere Protestmail unterzeichnen.

Bei allen schlechten Nachrichten: Unser Einsatz für die Pressefreiheit geht weiter. Das Nothilfereferat von Reporter ohne Grenzen in Berlin hat in diesem Jahr in mehr als 100 Fällen Journalistinnen und Journalisten in Not unterstützt. Ein mittlerweile im Exil lebender Bürgerjournalist aus der ehemaligen IS-Hochburg Rakka in Syrien, sagte uns vor kurzem: "Wir tun das, weil wir wissen, dass unsere Worte stärker sind als ihre Kugeln!" Diesen Mut wollen wir unterstützen. Dazu sind wir auf Sie angewiesen. Bitte spenden Sie, damit wir helfen können!


Ihr
Mohammed Chahrour
Nothilfe und Flüchtlingsarbeit
30.11.201730.11.2017




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- Pressemitteilung vom 16. November - Mailaktion: Mord an Journalistin aufklären -

Malta 16.11.2017
Mailaktion: Mord an Journalistin aufklären

Einen Monat nach dem Mord an der maltesischen Investigativjournalistin Daphne Caruana Galizia gibt es immer noch keine Fortschritte in der Frage, wer für das brutale Verbrechen verantwortlich ist. Reporter ohne Grenzen (ROG) ruft zu Protestmails an Maltas Botschafter in Berlin, Albert Friggieri, auf. Mit der Aktion fordert ROG die maltesischen Behörden zu einer lückenlosen Aufklärung des Mordes an der Journalistin auf. Caruana Galizia wurde am 16. Oktober 2017 durch eine Autobombe in dem Ort Bidnija im Norden Maltas getötet.

Die 53-Jährige war eine bekannte maltesische Investigativjournalistin und Bloggerin, die mehrere Korruptionsaffären in Malta aufdeckte. Sie hatte im vergangenen Jahr unter anderem enthüllt, dass der Energieminister und der Kabinettschef von Maltas Premierminister Joseph Muscat Offshore-Konten in Panama und Trusts in Neuseeland eröffnet hatten. Zwei Wochen vor ihrer Ermordung hatte Caruana Galizia wegen Todesdrohungen Anzeige erstattet. Ungeachtet dessen wurde sie nicht geschützt.

Sollte die maltesische Regierung ihrer Aufklärungspflicht als EU-Mitgliedsland nicht oder nur unzureichend nachkommen, fordert ROG entschieden eine internationale Untersuchung.

ROG plant, die Protestmails dem maltesischen Botschafter im Anschluss in gebündelter Form zu überreichen. An der Protestmail-Aktion können Sie sich unter diesem Link beteiligen.

Auf der Rangliste der Pressefreiheit steht Malta auf Platz 47 von 180 Staaten.


Zur Protestmail-Aktion Daphne Caruana Galizia

16.11.201716.11.2017

 

 

 

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! PALMÖL ist nicht nur im TANK – sondern auch in industriellen LEBENSMITTELN ! Für PALMÖL muss der REGENWALD sterben ! WAS TANKST DU – WAS ESSEN DEINE KINDER ?

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